24 Stunden in Paris: Schlemmen, Shoppen, Schlafen

Paris ist immer eine gute Idee, auch wenn es nur 24 Stunden waren, die wir gerade dort verbracht haben.  Wie schon im letzten Jahr ist die Stadt an der Seine auch in diesem Sommer  noch nicht so gut von Touristen besucht wie früher.
Vielleicht liegt es auch daran, dass in den vergangenen Monaten viele Hotels und Restaurants die erzwungene Pause genutzt haben, um ihre Zimmer zu renovieren oder mit neuen Konzepten aufzuwarten. Ein besonders schönes Beispiel für diese Entwicklung haben wir ganz in der Nähe des Jardin du Luxembourg entdeckt.

In der ruhigen Rue de Madame hat am 1. Juni 2021 das Biohotel “Bonsoir Madame” neu eröffnet.  Auf jeder Etage des Gebäudes aus dem 19. Jahrhundert befinden sich zwei bis drei Zimmer. Diese sind französisch klein zwischen 12 bis 20 Quadratmetern und teils mit kleinen Terrassen ausgestattet. Bei der Einrichtung der Räume, die alle unterschiedlich und vom nahegelegen Park inspiriert sind,  wurde auf die richtigen Dinge Wert gelegt: Holzböden, gute Betten, und tolle Badezimmer. In dem kleinen hauseigenen Spa kann man sich im Hamman oder in der Sauna entspannen, das Frühstück wird in einem luftig anmutigen Raum serviert und besteht ausschließlich aus Bio-Zutaten.

Bummel durch die Luxus-Kaufhäuser

Neben dem Jardin de Luxembourg, der fußläufig in 3 Minuten zu erreichen ist, gelangst Du auch schnell in die Galerien des 6. oder in die tollen Boutiquen des 7. Arondissement. Hier sollte man unbedingt den Hermès Store auf der Rue de Sèvres ansehen, alleine die Architektur ist eine Inspiration, und die Produkte wirken noch einmal ganz anders in dieser Umgebung.
Im  Bon Marché haben wir die Düfte von Obvious, der nachhaltigen Parfum-Marke, von der wir schon letztes Jahr berichtet haben, endlich live und in Farbe gesehen und gerochen: sie sind wirklich gut, mein persönlicher  Favourit ist “Un Poivre” , ein pfeffriger Duft mit floralem Abgang.
Wir wären nicht Spezialisten für Premium- und Luxusbrands, hätten wir  unseren Aufenthalt nicht genutzt, um das neue Luxuskaufhaus La Samaritaine zu besuchen.
Es wurde nach 15-jähriger Renovierung vor wenigen Wochen eröffnet und gibt einen interessanten Ausblick, wohin sich der stationäre Handel in Zukunft entwickeln wird. Seit Ende des 19. Jahrhunderts war es eines der größten Kaufhäuser Frankreichs, und an der liebevoll restaurierten Mosaik-Fassade kann man nun wieder lesen, was es damals neben Arbeitskleidung auch Reit- und Jagdzubehör noch so zu kaufen gab. Entsprechend dem Eigentümer (genau wie Le Bon Marché  gehört La Samaritaine dem Luxuskonzern LVMH) finden sich in dem 5-stöckigen architektonisch einmaligen Gebäude eigene Boutiquen der LVMH-Marken Rimowa, Louis Vuitton, Celine, Dior oder Guerlain – aber es gibt auch viele Bereiche, die den Nischenmarken gewidmet sind. In der Boutique de Lou Lou im Erdgeschoß wechselt das Thema alle paar Monate, zur Zeit geht es dort um Portugal. Da darf im Bereich ein Beauty z.B ein Claus Porto nicht fehlen. Besonders beeindruckt waren wir von dem Clean Beauty Department. Hier findest Du auf gut 300 Quadratmetern alles, was in der Naturkosmetik Rang und Namen hat.

Schlemmen vom Feinsten

In Paris steht immer der Besuch einer Brasserie auf dem Plan, ich liebe nämlich ein gutes Plateau de Fruits de Mer. Dieses Mal war ich jedoch vor eine Herausforderung gestellt. Einige der traditionellen Brasserien befinden sich derzeit im Umbau,  weshalb ich eine neue Adresse finden musste. Gegenüber der Börse wurde ich der Brasserie Vaudeville fündig – sie ist sehr hübsch, mit zuvorkommendem Service und herorragenden Meeresfrüchten. Wer es romantisch mag, dem sei in Nähe des Seine-Ufers an dieser Stelle das Restaurant Chez Julien empfohlen. Hier speist man im Schatten eines alten Klostergartens entweder luftig auf der Terasse oder in dem plüschigen Innenraum.