
Dieses Wochenende bietet sich Kunstliebhabern etwas ganz Besonderes: Die Ausstellung im Architekturmuseum der TU in der Pinakothek widmet sich dem Werk von Le Corbusier, einem der größten Architekten des 20. Jahrhunderts. Von 1947 bis 1953 schuf Le Corbusier eine Folge von Lithographien, die als künstlerische Umsetzung seines Weltbildes und damit auch als eine Art Selbstbildnis interpretiert werden können.
In sieben Reihen übereinander angeordnet ergeben die Werke eine Bildwand, eine so genannte Ikonostase. Jede der Reihen ist dabei einem Thema gewidmet: von der Umwelt über die geistigen und körperlichen Elemente bis zum rechten Winkel, mit dem sich der Mensch seine eigene Ordnung schafft. Le poème de l’angle droit (Das Gedicht vom rechten Winkel) umfasst einen handgeschriebenen Text und Zeichnungen, die zu einer vielschichtigen Aussage verschmelzen. In der Ausstellung werden zum ersten Mal alle begleitenden Arbeiten wie Ölgemälde, Aquarelle, Zeichnungen, Texte und Publikationen mit dem Poème selbst vorgestellt und erläutert.