Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit sagte einst Karl Valentin. Diese Erfahrung machte auch Anita Gessulat, als sie zu Beginn des letzten Jahres ihre Galerie, den Radical Room eröffnete. In relativ kurzen Abständen präsentiert sie hier neue Bilder. Gemeinsam mit ihrem Mann Carsten hat sie im Souterraingewölbe eines charmanten Schwabinger Hinterhofs einen besonderen Ort geschaffen, wo sich zeitgenössische Künstler und ihre Werke wohl fühlen. Experimentierfreude wird hier sehr gerne gesehen.
Ganz bewusst und radikal konzentriert sich die Galeristin auf extreme Positionen in der Gegenwartskunst, die bisher im eher konservativen Münchner Kunstbetrieb oft zu kurz gekommen sind. Dieser Art von Kunstpalästen hat sie den Kampf angesagt. Den Werken will sie Raum zum Austoben geben. Angefangen hat alles im vergangenen Jahr mit einer Ausstellung der „Statement Art“ ihres Mannes. Es folgten unbekannte Talente, wie Lena Schmidt, den Südkoreanischen Shootingstar Young-in Son, Ana Pusica, oder Roman Mayer. Wir dürfen gespannt sein auf die kommenden Projekte der kleinen, feinen Galerie.