Aluminiumtuben: die Vorteile des Retro-Materials

Bild: Goldstück/Lisa Reitinger

Gesicht, Körper & Hände

Cremetuben aus Aluminium standen bei uns schon immer hoch im Kurs: so kauften wir Handcreme, Lippenbalsam und Gesichtspflege regelmäßig in hübschen Alutuben ohne groß darüber nachzudenken.
Im Rahmen der Nachhaltigkeits- und Hygienediskussion sind wir dem “Warum” ein wenig nachgegangen und haben festgestellt: die Vorteile übersteigen ganz klar die rein ästhetischen Aspekte. Aluminiumtuben für Kosmetika sehen nicht nur hübsch aus, sie lassen sich auch bis auf den letzten Rest entleeren. Tuben von guter Qualität versagen auch nach längerer Nutzung nicht an den Knickstellen beim Aufrollen und überstehen so locker eine Saison in der Handtasche.

Dass Tuben aus Aluminium sich fast vollständig entleeren lassen, wirkt sich in erster Linie auf das direkte Ersparnis aus, Stichwort Zero Waste. Je nach Pflegeprodukt, ist das natürlich auch ein finanzieller Vorteil: bei hochpreisigen Cremes hat der Rest, den man nicht mehr herausdrücken kann, schon einen stolzen Preis.
Ein weiterer Vorteil in der direkten Handhabung sind die Rückstellkräfte: während Kunststofftuben immer nachgeben und Luft einziehen, passiert dies bei Metalltuben nicht. Somit gelangt kein Sauerstoff an die Creme, der dort für Schimmel und ungewollte Keime sorgen kann. Im Gegenteil, Aluminiumtuben sind besonders hygienisch und verlängern die Haltbarkeit des Inhalts. Besonders in der Naturkosmetik, bei der auf chemische Konservierungsstoffe verzichtet wird, ist das wichtig. So bleiben die Salben und Cremes länger haltbar.

Weitere Vorteile sind, dass der kostbare Beauty-Inhalt auch vor Licht, UV-Einstrahlung und Mikroorganismen geschützt wird, was bei bestimmten Inhaltsstoffen ebenfalls die Haltbarkeit und Effektivität verlängern kann. Kunststoff hingegen ist nicht immer zu 100% undurchlässig und bietet daher keine vollständige Barriere. Auch die Frage, ob das Material Aluminium sich nicht mit der Creme verbindet und somit letztendlich auch Schadstoffe auf den Körper abgibt, lässt sich verneinen. Die Tuben im Kosmetik- und Lebensmittelbereich – denken wir nur an Mayonnaise oder Senf – sind von innen beschichtet, sodass das Produkt nicht in direkten Kontakt mit dem Metall gerät.

Herstellung und Recycling

Doch sind die Tuben wirklich so nachhaltig und besser als solche aus Kunststoff, schließlich ist das Metall doch sicher schwerer und kann nicht so effizient transportiert werden? Nun ja, bei einer Herstellung in Übersee ist das sicherlich der Fall. Jedoch ist die Recyclingeffizienz von Aluminium ausgesprochen hoch, da es sich fast endlos einschmelzen lässt und beliebig oft wiederverwendet werden kann. Hierzulande wird ein Großteil des Aluminiums aus recycelten Rohstoffen produziert. Ein weiterer, schöner Grund auf eine lokale Herstellung zu achten.
Natürlich werden aber für die Erstproduktion von Aluminium, wie für jedes andere Verpackungsmaterial auch, große Mengen an Rohstoffen und Energie verwendet sowie umweltschädliche Emissionen erzeugt. Wir sprechen hier schließlich von einem Verpackungsmaterial bei dem die 100% komplette Nachhaltigkeit zunächst noch eine Utopie bleibt. So muss jeder für sich die Vor- und Nachteile abwägen und seine eigenen Prioritäten festmachen. Wir sind aktuell jedenfalls Fans von Aluminiumtuben und haben auch gleich ein paar Favoriten im Gepäck.

Sprekenhus Hand Creme aus Oslo (Bild: PR)

Hand Cream von Sprekenhus
Das Skincare Label aus Oslo vereint natürliche Inhaltsstoffe mit skandinavischem Design und norwegischer Tradition. Das Sortiment hat sich seit der Gründung im Jahr 2020 mittlerweile auf Handseifen, Shampoo und Raumdüfte erweitert. Die praktische Handcreme Tube pflegt die beanspruchte Haut dank Shea Butter und Distelöl und kann tief in Hautschichten eindringen. Die Creme trägt den unverwechselbaren Signature Duft des Labels.
Sprekenhus legt schon während der Herstellung großen Wert auf den ökologischen Fußabdruck, so wird die Produktionsstätte mit Solarenergie betrieben.
Den Hand Balsam gibt es für 22,00€ bei 30ml über den Sprekenhus Onlineshop.

Gesichts- und Körpercreme von Minois Paris
Die französische Marke wurde speziell für die empfindliche Haut von Babys und Kindern entwickelt. Die Formulierungen sind frei von Parabene Silikone und anderen schädlichen Stoffen. Was für die empfindliche Haut der Kleinsten gut ist, wirkt auch bei uns wahre Wunder. Die Crème Douce ist mit feuchtigkeitsspendender Sheabutter und Süßmandelöl sowie Bio-Ringelblume und Bio-Orangenblütenwasser angereichert, das die Haut repariert und vor dem Austrocknen schützt.
Die Crème Douce ist in unserer Goldstück Online-Boutique für 24,00€ bei 100ml erhältlich.

This Place Organics (Bild: PR)

Muskelcreme von This Place
This Place ist ein junges Unternehmen aus Berlin, das erst Ende letzten Jahres an den Start ging. Mit einer Reihe von Cremes für besondere Bedürfnisse steht das rundum Wohlbefinden im Mittelpunkt: als ganzheitliches Ritual erfüllen die vier aufeinander abgestimmten Cremes verschiedene Bedürfnisse. Zur Unterstützung für einen gezielt erholsamen Schlaf, bei Unwohlsein während der Periode oder zur Muskelentspannung stehen hier natürliche Inhaltsstoffe wie Weihrauch, blauer Rainfarn, Zimtrinde und CBD im Fokus. The Blissful Day kann nach dem Sport oder bei Muskelverspannungen aufgetragen werden sodass sich angestrengte Partien lösen können.
Die Cremes sind für rund 50,00€ bei 60ml zum Beispiel über Niche-Beauty erhältlich.

In unserer Liebeserklärung an die Aluminiumtube haben wir die Benefits beleuchtet und Euch unsere aktuellen Favoriten gezeigt. Natürlich haben auch Glastiegel und Kunststofftuben ihre Vor- und Nachteile. Ein optimales Verpackungsmittel, das allen Ansprüchen gerecht wird und ohne schlechtes Gewissen genutzt werden kann, gibt es natürlich nicht. Doch viele Player der Beauty-Branche – groß und klein – sind bestimmt auf dem richtigen Weg geeignete Materialen mit fairen Herstellungsverfahren und Arbeitsbedingungen zu finden. Wir bleiben für Euch dran.

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