Der letzte Termin am Mittwoch: Esther Perbandt. Am Abend fand die große Show statt, schon von weitem konnte man den imposanten Banner mit der grotesken Schrift oberhalb der Volksbühne erkennen, eine große Menschenmenge – das versprach viel, vor allem weil es auch das 10-jährige Jubiläum des Labels war. Die Schrift ist ein kleiner Vorgeschmack auf das Motto „Grotesque“.
Von der Designerin wird etwas Wildes, Verrücktes erwartet – und das wurde es schließlich auch. Ihre Kollektion hat etwas Andersartiges. Einerseits komplett in einem unschuldigen Cremeweiß gehüllt, haben die Schnitte eine punkige Attidute oder ganz in Schwarz, das sieht klassisch und androgyn aus, wie viele ihrer Modelle.
Diese lassen sich auch nicht als schön oder hübsch bezeichnen, passt auch überhaupt nicht zu solcher Power-Mode, eher als skurril. Genau für diesen selbstbewussten, starken Look wird sie von ihren Kundinnen geschätzt. Das sind Frauen, die sich abseits jeder Trendwelle bewegen und ihren eigenen Stil haben.
Zum Veranstaltungsort: um das große Jubiläum in der Volksbühne zu feiern, startete Esther Perbandt eine Crowdfunding-Kampagne um die 5000 Euro für die Miete zu finanzieren. Es ist ihr großer Traum und quasi ein Geburtstagsgeschenk an sich selbst.


