Maison Commons erster Flagship-Store in München

Maison Common, das Mode-Label mit den einzigartigen Stoffen, hat in München direkt neben dem Bayerischen Hof seinen ersten Flagship-Store eröffnet. Von nun an gibt es also die Möglichkeit, die Kollektionen mit dem humorvollen Twist als Ganzes zu bewundern und anzuprobieren.

Als gelernte Schneiderin ist Rieke Common, die Gründerin der inhabergeführten Luxus-Marke, eine Designerin der alten Schule. Sie hat sich ihre Sporen bei Oskar de la Renta in New York verdient und verantwortete lange die Kollektionen von Rena Lange, bevor sie im Jahr 2008 in ein kleines Modeunternehmen einstieg und es 2012 gänzlich übernahm. Pünktlich zum zehnten Geburtstag bot sich das schöne Ladenlokal am Promenadeplatz an, so dass Rieke ihre Kreativität endlich auch in der Gestaltung ihres Flagships ausleben konnte.

Maison Common steht seit jeher für exzellente Schnittführung und ausgefallene Stoffe, die Rieke Common aus den besten Webereien der Welt bezieht. Einige Stofflieferanten zählen neben Maison Common auch so illustre Marken wie Chanel, Lanvin oder Valentino zu ihren Stammkunden und bieten die Möglichkeit, eigene Entwürfe exklusiv anfertigen zu lassen. So wirst Du Prints, die Du bei Maison Common siehst, auch nur dort  bekommen. Nach wie vor werden alle Kollektionen zunächst in Deutschland gefertigt, einzelne Teile werden dann in europäischen Nachbarländern produziert, in Manufakturen, mit denen das Label schon lange zusammenarbeitet. So kann man bei Maison Common von einem zutiefst nachhaltigen Unternehmen sprechen, das übrigens auch fast ausschließlich von Frauen, den meisten von ihnen Müttern, geführt wird.

Wer die Luxus-Mode mit dem humorvollen Twist noch nicht kennt, sollte dem süßen Shop unbedingt einen Besuch abstatten!

 

Restaurant Augustin im Kölner Dagobertviertel

Eric Werner hat uns währen der Pandemie mit seinen Sternemenüs To Go manche Abende im Heim-Restaurant versüsst, und so lernten wir die Küche des astrein, welches erst im August 2019 in Köln eröffnet hatte, aus zwei Perspektiven kennen – der des Gastes in einem schönen Restaurant-Setting und der der Hobbyköchin, die an den astrein-Abenden nur noch anrichten musste (was gar nicht so einfach ist…)

Geschmeckt hat uns immer, und so waren wir hocherfreut, als uns die Nachricht eines weiteren Restaurants von Eric Werner erreichte – im denkmalgeschützten Kolpinghaus von 1904 öffnete am 1. November 2022 das Augustin seine Pforten.
Mit tiefblauen Wänden, gewölbeartigen Decken und einem veritablen Meer aus verschiedenen Kronleuchtern ist alleine der Gastraum eine Bereicherung für die Kölner Gastronomie-Landschaft. Für die wärmeren Tage gibt es außerdem einen wunderschön begrünten Innenhof mit etwa 90 Plätzen.

Die Küche im Augustin bezeichnet Eric Werner als „fokussierte Viktualienküche“ – mit Elementen der deutschen, klassisch-französischen und mediterranen Küche. Dabei stehen für das Team um den Küchenchef Andre Mazanke die Qualität der Zutaten und deren liebevolle Zubereitung  im Fokus: „Das Kernstück unserer fokussierten Viktualienküche sind hervorragende, frische und nach Verfügbarkeit regionale Lebensmittel, die wir besonders wertschätzen“, sagt er. „Eine leicht verständliche Küche, weder banal noch abgehoben, sondern lecker und perfekt auf den Punkt“. 

Auf der Speisekarte finden sich neben klassischen Gerichten wie einer Kalbskopfterrine aus Kalbszunge und Kalbsbäcken auf Linsen oder gebeiztem Wildschweinfilet auch moderne, zeitgemäße Interpretationen davon, wie z. B. eine Seezungenroulade als Rollmops oder der “Halve Hahn im Augustin Style” – hier handelt es sich um einen Salat aus Gouda auf Brotschaum mit Senfsorbet. Auch vegetarische Gerichte wie „Strudel von der geräucherten Steckrübe“ mit Dunkel-Bier-Sauce, Karotte, Grünkern und Spitzkohl oder geschmorter Butternutkürbis finden sich auf der Karte. Die Preise für die Hauptgerichte mit Fisch oder Fleisch variieren zwischen 23 und 39 €, Vorspeisen zwischen 7 und 25 €.
Erwartungsgemäß lässt es auch die Weinkarte an nichts fehlen, es erwarten Dich eine große Selektion Flaschenweine (ab 29 €), eine besondere Auswahl an modernen Pet Nat Schaumweinen und ein schönes Portfolio offener Weine. 

Bleibt nur noch der freundliche Service zu erwähnen, der den Besuch im Augustin Lichtermeer zu einem wirklich schönen Erlebnis macht.

Londons schönste Beauty-Shops

Bekanntlich haben wir uns seit Jahren mit Haut und Haar den unabhängigen Duft-, Pflege-und Make-Up Labels verschrieben. Sie werden auch gerne als Indie-Beauty-Brands bezeichnet, und wir haben unser Hobby schon lange zum Beruf gemacht. Sei es durch PR, Social Media oder auch mit Vertriebsunterstützung: unser Herz schlägt für unabhängige Beauty-Unternehmen.

Was liegt da näher als eine Reise in das europäische Mekka der Nischenbrands  – nirgendwo lässt sich der Markt besser beobachten als in London. Für uns ist es jedes Mal wieder ein großes Glück, Marken, die wir kennen und lieben in diesen einzigartigen Kaufhäusern und Shops zu bewundern und dabei immer etwas Neues zu entdecken.

Die aus unserer Sicht schönsten Beauty-Stores und Beauty-Abteilungen haben wir für Euch zusammengestellt.

Liberty´s Ground Floor und 3rd Floor
Liberty  ist eines des ältesten Kaufhäuser Londons und befindet sich seit dem frühen 18. Jahrhundert im selben Gebäude mit viel Fachwerk und kleinen Ecken, Türmchen und Winkeln. Ursprünglich auf Stoffe spezialisiert (in der 3. Etage findest Du eine große Auswahl hauseigener Baumwoll- und Seidensatin-Designs), verfügt Liberty mittlerweile über eine der größten und schönsten Indie-Beauty-Abteilungen der Stadt.
Während die großen Marken eine untergeordnete Rolle spielen und zum Teil gar nicht vertreten sind, gibt es hier eine wunderschöne Selektion von Beauty-, Duft- und Pflegemarken, die man als „unabhängig“ einordnen kann. Costa Brazil und Veronique Gabai sind  hier vertreten, die einzigartige Haarpflege Dizziak und – ganz frisch im UK-Markt – die brasilianische Traditionsmarke Granado. Sie hat zum Launch einen besonders tollen Auftritt im Erdgeschoss und sorgt mit Blumendeko und brasilianischem Pflanzengrün für echtes Rio-Feeling.
Wer sich für Home Fragrances, schöne Seifen und Bath- und Body Serien interessiert, sollte unbedingt auch in den dritten Stock gehen: hier haben neben unserer Herzensmarke Noble Isle auch Claus Porto und Ortigia ihren Platz.

Liberty
Regent Street
London W1B 5AH

Beauty-Produkte soweit das Auge reicht bei John Bell & Croyden

John Bell and Croyden
Dieser Laden wurde im Jahr 1798 als Apotheke gegründet – und bis heute gibt es einen pharmazeutischen Bereich in dem großen Geschäft in Marylebone. Darüber hinaus bietet sich hier vielleicht die größte Auswahl an Naturkosmetik-Marken und Doctor Brands, der wir je begegnet sind. Dr. Jackson’s, Royal Fern, Dr. Irena Eris, Dr. Barbara Sturm, Dr. Hauschka, Noble Isle, Skin Design London und viele viele mehr: John Bell and Croyden ist das Eldorado für alle, die neue und etablierte Marken auf einer Fläche sehen und sich durch ein großes und doch sorgfältig kuratiertes Sortiment testen möchten. Unbedingt erwähnenswert ist hier auch die riesige Auswahl an Nahrungsergänzungsmitteln.

John Bell and Croyden
50-54 Wigmore Street
London W1U 2AU

SpaceNK
SpaceNK ist sozusagen der Inkubator der Kultbrands – hier ist wirklich alles vertreten, was an Neuigkeiten Rang und Namen und hat, und so kann man hier sehen, was uns vielleicht demnächst im deutschen Markt erwartet. Das Unternehmen existiert seit 1991 und gilt seither als Spezialist für aufstrebende internationale Marken  –  Diptyque, Nars By Terry gehörten zu den ersten Brands im Sortiment und haben ihren Erfolg sicher auch der Arbeit von SpaceNK zu verdanken. Heute findest Du neben mittlerweile etablierten Nischen-Größen auch so coole Newcomer wie Hello Sunday und viele andere  Make Up- und Pflegebrands.

Es gibt in London mehrere SpaceNk Shops – da wir ein Faible für Tradition haben, empfehlen wir den neuen Store in der Neal Street auf zwei Etagen – er ist nur einen Steinwurf entfernt vom ersten SpaceNK Store, der 1993 ebenfalls in Garden eröffnet und nun durch den Neal Street Store ersetzt wurde.

SpaceNK
3 Neal Street
London WC2H 9PU

Perfume Department bei Selfridges
Was SpaceNK für die Pflege- und Make Up Brands ist, ist Selfridges für die Düfte: das Perfume Department ist in einer Halle im originalen Teil des imposanten Gebäudes an der Oxford Street untergebracht. Hier werden an sechs riesigen Countern sämtliche Marken präsentiert, die in der Nischenparfümerie Rang und Namen haben oder diesen noch erlangen werden. Dabei scheut sich das Unternehmen Selfridges nicht, auch mit sehr neuen Marken Kooperationen einzugehen. So bekam das Label Jusbox Perfumes bereits kurz nach seinem Launch die Gelegenheit, passend zu dem damaligen Halbjahresmotto „Musik“ zwei Düfte zu kreieren, die zunächst exklusiv in dem Luxuskaufhaus vertrieben wurden. Auf dem riesigen Skincare Floor haben Pflegemarken wie Sol de Janeiro, Biossance  oder  Drunk Elephant ihr Zuhause.

Selfridges
400 Oxford Street
London W1A 1AB

Wie eine Oase – der Beauty Floor bei Fortnum & Mason

Fortnum & Mason
Das Kaufhaus am unteren Ende der New Bond Street war im 18. Jahrhundert berühmt für seine erlesenen Teesorten. Auch heute findest Du in der Foodhall noch eine riesige Auswahl an Tees, kandierten Früchten, Schokoladen und anderen Leckereien. Unter dem Dach wurde hier kürzlich der Platinum Jubilee Tea Room eröffnet, wo man einen veritablen Afternoon Tea genießen kann. In der zweiten Etage gibt es auf viel Platz und in einem wunderbar unaufgeregten Setting, das zum Verweilen einlädt, eine riesige Auswahl an Nischen-Parfums und ein tolles Beauty-Department, das keine Wünsche offen lässt. Falls Du immer schon mal die Lippenstifte von La Bouge Rouge mit austauschbaren Refills oder die Pflege von Skin Design London in Ruhe ausprobieren wolltest, so bist Du hier auf jeden Fall richtig.

Fortnum & Mason 
181 Piccadilly
London W1A 1ER

Zu guter Letzt noch ein Hotel-Tipp
Dass unser Hotel so schön sein würde, dass wir es empfehlen möchten, das hatten wir bei der Buchung ehrlich gesagt nicht gedacht. Die Bilder sahen zwar toll aus, aber das tun sie heutzutage eigentlich fast immer – aber vor Ort ist es dann doch nicht alles Gold, was glänzt.  Nicht so bei Mimi´s – dem wahrscheinlich freundlichsten und saubersten Mini-Hotel in Soho. Die Zimmer sind wirklich klein – es gibt sogar Räume ohne Fenster – aber sie sind superfunktionell eingerichtet mit guten Betten und Molton Brown Produkten in den verhältnismäßig großen und modernen Badezimmern. Auch die Möglichkeit, sich einen Tee oder Kaffee im Zimmer zuzubereiten ist gegeben, und in der großzügigen Bar auf Straßenniveau bekommst Du ein wunderbares Frühstück. Der Service ist entzückend, und auch alleinreisend fühlst Du Dich hier sicher und wohl.
Die Preise sind für London sehr moderat, Zimmer gibt es je nach Saison ab ca 130

Mimi´s Hotel Soho 
56-57 Frith Street
London W1D 3JG

Calling Gloria – Upcycling Projekt von Veronika Heilbrunner & Jana Gutsche

Calling Gloria, unter diesem Namen macht seit einigen Tagen ein Pop Up in München von sich reden.
Es handelt sich hier um das Upcycling Baby von Stylistin und Modeexpertin Jana Gutsche und Influencerin Veronika Heilbrunner. In liebevoller Kleinarbeit haben die beiden über 100 Kleidungsstücke aus den 1980er und 1990er Jahren zusammengetragen, viele stehen unter einem trachtigen Einfluss, andere eher unter couturigem.
Eins haben alle gemeinsam: sie könnten direkt aus den Ankleiden von Gloria von Thurn und Taxis, Denver Biest Alexa Carrington oder  Lady Diana Spencer stammen. Jedes Teil wurde in einem Atelier sorgfältig überarbeitet: Knöpfe wurden ausgetauscht oder ergänzt, Krägen und Taschen ersetzt oder repariert oder auch ein Schnitt ein wenig verändert. So handelt es sich bei jedem Stück um ein absolutes Unikat, viele davon eignen sich auch hervorragend für die Wiesn.
Begutachten und kaufen könnt Ihr die einzigartige Kollektion noch bis zum 30. September 2022 im Showroom in der Theresienstraße 46 in München oder bei Instagram.

Nizza im September

Während es bei uns langsam kalt wird, und sich der Sommer bestenfalls als Altweibersommer präsentiert, scheint in Nizza im September die Sonne noch mit viel Kraft.  Die Hauptstadt des Departements Alpes-Maritimes liegt an der französischen Riviera, östlich von den etwas mondäneren Orten Cannes und Saint-Tropez. 

Die kleine Stadt bietet alles, was man für ein paar Tage Auszeit gebrauchen kann, und einmal dort angekommen, kann man eigentlich alles zu Fuß erreichen.

In der Nähe (und in den Parallelstraßen) der fast 7 Kilometer langen  Promenade des Anglais sind viele nette und außerhalb der Saison auch sehr erschwingliche Hotels, von denen Du innerhalb weniger Minuten zum Strand gelangst.
Der Strand ist hier übrigens nicht sandig sondern besteht aus mittelgroßen grauen Kieselsteinen – das ist etwas gewöhnungsbedürftig aber auf jeden Fall sehr gut für die Fußsohlen. Entlang der Promenade gibt es  auf Meereshöhe viele Restaurants und Strandclubs, an denen man vom  Aperitif über Snacks bis zur vollen Mahlzeit alles bekommt. Manche sind ein bisschen schicker, und die Qualität des Essens ist in meisten Fällen sehr gut und die Küche einfallsreich.

Sämtliche dieser Clubs vermieten auch Sonnenliegen Sonnenschirme oder verleihen Handtücher für die, die sich kurzfristig für ein Bad im Mittelmeer entscheiden. Besonders gut hat es uns im Castel Plage gefallen und geschmeckt. Seinen Namen hat dieser Beachclub von dem Castel,  welches im 17. Jahrhundert als Festung der Stadt diente und auf einem Hügel oberhalb der Stadt thront.

Auf diesem Hügel – und somit von vielen Stellen der Stadt aus sichtbar -befindet sich auch ein imposanter Wasserfall. Ein kleiner Abstecher zu diesem Wasserfall ist auch bei heißen Temperaturen unbedingt empfehlenswert, denn dort ist es locker 5° kälter und der Blick über die Stadt ist einzigartig.

Überhaupt lässt sich in Nizza wunderbar spazieren und flanieren, an jeder Stelle gibt es kleine Cafés, von deren Terrassen man die Welt beobachten kann, Eisdielen mit den wunderbarsten Sorten und auch den ein oder anderen Markt mit Artikeln aus der Provence.

Und wer gerne shoppt, wird hier auch am Wochenende glücklich: so haben die meisten Geschäfte in der Innenstadt auch am Sonntag bis 1800 20:00 Uhr geöffnet.
Das Schöne an Nizza im  September ist, dass es nicht mehr ganz so heiß ist, dass dort viel weniger Leute unterwegs sind, das mediterrane Gefühl sich aber sofort einstellt und man sich noch einmal wie im Sommer fühlt, auch wenn es zu Hause schon ganz schön frostig ist.

Promenade pour un objet d’exception

Das Atelier petit h ist eine von vielen Überraschungen, die verschiedene Luxus-Marken am kommenden Freitag und Samstag, den 23. und 24. September 2022 auf der Düsseldorfer Königsallee bei der „Promenade pour un objet d‘exception“ präsentieren.

Nach zwei Jahren Corona-bedingter Pause ist es nun wieder so weit: zum sechsten Mal laden die schönsten Geschäfte auf Düsseldorfs Prachtmeile dazu sein, sich besondere Objekte anzusehen, die sonst nicht ohne Weiteres zugänglich sind.

Das kann ein besonderes Schmuckstück sein, ein kleiner Workshop oder wie eben bei Hermès die Präsentation des wunderschönen Atelier petit h – Bei petit h handelt es sich um ein Re-Kreations Projekt: bereits seit 2010 werden Reste, die bei der Produktion anfallen, oder nicht verwendete Gegenstände und Materialien zu einzigartigen kleinen Objekten verarbeite und erhalten so ein neues Leben. Ihre Verwandlung erfolgt durch die geschickten und erfahrenen Künstler und Handwerker des Hauses. Es sind neuerschaffene Einzelstücke, die Einfallsreichtum, Sorgfalt und Kunstfertigkeit verkörpern. – ob Schlüsselanhänger, Taschenschmuck oder Haarband: jedes Teil ist ein Unikat. Am kommenden Wochenende bietet sich also die Gelegenheit, der petit h Künstlerin Isabelle Leloup bei ihrer Arbeit über die Schulter zu schauen und ein Windrädchen der ganz besonderen Art mit ihr zu basteln.

Die Promenade fand übrigens letzte Woche in Paris auf der Avenue Montaigne statt und feiert die deutsch-französische Freundschaft: nicht nur zwischen den Ländern sondern auch zwischen den Unternehmen.

Handgemachte Lammfell-Handschuhe von Michaela Kandler

Vor kurzem wurden wir über Freunde auf die Stücke von Michaela Kandler aufmerksam. Die Münchenerin fertigt in liebevoller Handarbeit farbenfrohe Lammfell-Fäustlinge, die wunderbar warm halten und das perfekte Geschenk sind für die, die eigentlich schon alles haben.

Die Herstellung erfordert viel Aufwand und wird komplett von Michaela erledigt: zunächst werden die Lederteile aus Lamm- oder Schaffell angezeichnet und zugeschnitten, danach von Hand gelocht und schließlich zusammengehäkelt. Bis abschliessend das Bündchen aus Merinowolle gestrickt ist, vergehen gut und gerne 7 bis 8 Stunden. Man sieht es den Fäustlingen an: sowohl in der Farbwahl als auch in der Ausführung sind sie einfach etwas ganz Besonderes, die ihre neuen Besitzer lange glücklich machen.  Auf Wunsch kann man sich übrigens auch eine eigene Farbkombination oder eine besondere Größe wünschen und auf Bestellung anfertigen lassen.

Da Michaela Kandler neben der Handschuh-Produktion noch einen Job und eine Familie hat, sind die Handarbeiten für sie zur Zeit mehr ein schönes Hobby als ein Full-Time Job. Wir beim Goldstück aber haben das Gefühl, als könne noch viel mehr daraus werden. So gehören schon jetzt hübsche Handy- und Laptophüllen und kleine Handtaschen aus Leder und Wolle zum Sortiment.

Und auch eine kleine Vertriebsstruktur wurde bereits geschaffen – die Handschuhe kannst Du zur Zeit im Kleinesstadthaus Lieblingsteile in München kaufen, und auch bei Nicole Mohrmann in den fünf Höfen wird es sie in der Weihnachtszeit geben. Wer nicht in München wohnt, nimmt einfach über Instagram Kontakt zu Michaela auf und deckt sich mit den bunten Unikaten ein.

Boldish Teller – Retro Porzellan aufgehübscht

Dass wir nach Porzellan verrückt sind, ist kein Geheimnis, und auch altes Porzellan hat es uns angetan, schließlich hat es schon seine ganz eigene Geschichte, die man sich nach Lust und Laune vorstellen kann – so wurden wir irgendwann auf die Arbeiten von Michela de Machi aufmerksam. Sie stöbert auf italienischen Flohmärkten nach altem Porzellan und appliziert dann in einem Druckverfahren neue Designs auf die Vintage-Schätze. Nach dem Aufbringen der Drucke werden diese Teller bei 800 Grad gebrannt, so dass die Designs spülmaschinenfest werden (Achtung, die Goldränder allerdings nicht unbedingt).

Diese Unikate können als Platten, Tapas-Teller und natürlich auch als ganz normales Essgeschirr verwenden und  lassen sich wunderbar mit modernem Porzellan kombinieren. Abgesehen davon, dass sie sich ganz hervorragend zur Dekoration der Tafel eignen, liefern sie auch gleich ein Thema zum Tischgespräch.

Nachdem die Teller von Ilaria I im Goldstück Shop im Sommer reißenden Absatz gefunden haben, haben wir uns zusammen mit Michela etwas Besonderes für die Goldstück-Leser überlegt: wir wollten eine Edition von Produkten schaffen, die in dieser Form nur wir haben.

Gemeinsam mit Michela haben wir dann vier tolle Fisch-Motive ausgewählt und diese auf 34 große und kleine Teller aufbringen lassen. Da die originären Teller komplett unterschiedlich sind und von verschiedenen Marken stammen, handelt es sich also um absolute Unikate, die es so nur einmal gibt.

Man kann die Teller einzeln oder im Set kaufen, in manchen Fällen gibt es tatsächlich 4 gleiche Teller mit unterschiedlichen Designs, oder man entscheidet sich für ein Design und nimmt unterschiedliche Formen – der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Lady Gaga x Dom Perignon im KaDeWe erleben

Gestern hat sich Deutschlands einzig wahres Luxuskaufhaus sozusagen in ein kleines Monster verwandelt: als solche betitelt die wunderbare Lady Gaga nämlich seit jeher liebevoll ihre Fans.
Die Projektionsfläche, die das KaDeWe der Kooperation von Lady Gaga und unserem Lieblingschampagner Dom Pérignon bietet, kann man getrost als Fandom bezeichnen – sie ist in jeder Hinsicht riesig.

Die Entdeckungsreise, mit der die Kooperation der beiden Perfektionisten und kreativen Freigeister ihre Besucher faszinieren, inspirieren und auch zum Nachdenken anregen möchten, beginnt schon vor der Tür mit einer überdimensionierten 8 Meter hohen Video-Installation und führt dann weiter in den Fahrstuhl, der vom Lady-Gaga-Sound bis zur pinkfarbenen Innenausstattung schon mal visuell und auditiv auf das Kommende einstimmt.

In der “Sechsten”, der Gourmetetage des KaDeWe angelangt, heißt es dann aber wirklich: „Enter the Queendom“, hier erwartet Dich eine Pop-up-Fläche, die sowohl die limited Editions Dom Pérignon x Lady Gaga für den Vintage 2010 und Rosé 2006 als auch eine eigens für diese Kooperation geschaffene Skulptur, unterschrieben von Lady Gaga präsentiert.

Was uns besonders gefällt ist  der Masterclass-Tisch, an dem 6 Personen Platz nehmen und jeden Tag um 18.30 in die Welt des Champagners eintauchen können. Mit einem passenden Food-Pairing werden ein Glas Dom Pérignon Vintage 2010 und Rosé 2006 angeboten, so dass man unter der fachkundigen Anleitung eines Sommeliers gleich zwei der einzigartigen Jahrgänge probieren und genießen kann. Die Reservierung für dieses einzigartige Erlebnis kannst Du über diesen Link  tätigen.
Der Erlös des Gesamtprojekts geht übrigens an die Lady Gaga Foundation “Born this way”, und für den guten Zweck haben wir ja immer schon am liebsten angestoßen. Cheers

Erika Lusts Beitrag zum Brustkrebsmonat

Die Filmemacherin Erika Lust gilt als die unbestrittene Pionierin auf dem Gebiet von erotischen Filmen, Sex Positivity und Feminismus. Sie hat die Erotikfilmbranche nicht nur geprägt sondern auch nachhaltig verändert und ist vielen Frauen, die ihrem Weg seitdem gefolgt sind, ein großes Vorbild.

Heute am 1. Oktober 2021 beginnt der Brustkrebsmonat, der Monat, in dem wir von vielen Seiten auf die große Bedeutung von Vorsorge (und auch Nachsorge!) – und Selbstuntersuchungen aufmerksam gemacht werden.

Und wieder hat Erika Lust einen mutigen Schritt gewagt und mit dem von ihr produzierten Film “Wash Me” auf ein besonderes Thema aufmerksam gemacht – die (Wieder-)Entdeckung der Lust nach einem schweren operativen Eingriff und nach Chemotherapie. Es ist der erste Erotikfilm überhaupt, der die Themen Brustkrebs und Chemotherapie aufgreift und verdient am heutigen Tag besondere Beachtung.

Regie hat Rebecca Stewart geführt, eine In-House Regisseurin von Erika Lust Films und selbst Brustkrebspatientin. Sie möchte mit ihrem Film den vielen Frauen Mut machen, die über ihre Behandlungen vielleicht ähnlich wie sie einen Verlust der Libido verspürt haben, die sich in jeder Hinsicht erst wieder ins Leben zurückfinden müssen und sich auf diesem Weg vieleicht manches Mal sehr einsam fühlen.

Erika Lust sagt über diesen Film “Als ich den Film zum ersten Mal sah, rührte er mich zu Tränen, aber er konzentriert sich nicht auf die Tragödie und Traurigkeit, die oft mit Krebs verbunden sind, sondern ist eine hoffnungsvolle Geschichte über Intimität während der Krankheit. Wash Me will zeigen, dass Frauen die Schwierigkeiten, die mit einer Krebsbehandlung einhergehen, zum Teil auch durch ihre Sexualität heilen können. ”

Wir sind beeindruckt!

Arc de Triomphe by Christo and Jeanne Claude

Es wurde schon viel geredet und geschrieben über den eingepackten Triumphbogen in Paris – das Künstlerpaar Christo und Jeanne Claude hatte sich Ende der 1950er Jahre in der Stadt der Liebe kennengelernt und hatte bereits vor 60 Jahren begonnen, das Projekt “Arc de triomphe – wrapped” zu planen. Nach einem Vorhang in den Rocky Mountains, einem verhüllten Küstenstreifen in Australien wurde der Pont Neuf in den 1980ern ihr erstes Verhüllungsprojekt in Paris, es folgten 1995 in Berlin Reichstag und zuletzt die einzigartigen Floating Piers am Lago di Iseo.

Im April 2020, fast 11 Jahre nach dem Tod von Jeanne Claude sollte es soweit sein, und das Herzensprojekt der beiden sollte realisiert werden. Aus Naturschutzgründen wurde es zunächst auf den September 2020 verschoben, da im Frühjahr Falken am L’Arc de Triomphe nisten. Währenddessen starb Christo im Mai 2020. Es wurde an der geplanten Umsetzung des Projektes festgehalten, der Termin musste aber bedingt durch die COVID-19-Pandemie nochmals, auf den Herbst 2021 verschoben werden.

Die eigentliche Umsetzung wurde nun also posthum von seinem Neffen realisiert, doch war Christo bis zu seinem Tod in die Planung involviert.   Nun ist das berühmte Pariser Monument also mit 25.000 m² recyclebarem, silberblauen Stoff verhüllt, der in Deutschland hergestellt wurde, die Rückseite des Stoffes ist blau und schimmert durch. Gehalten wird der Überzug, wie vom Künstler ersonnen, von 7.000 m roten Seilen, die genau bis zum Louvre und zurück führen.

So viel also zu den Fakten, die man überall nachlesen kann.

Wir haben uns gefragt, ob wir das live sehen müssen, und haben letzte Woche spontan entschieden: Ja, wir müssen. Da die Züge aus Köln vollkommen ausgebucht waren, sind wir mit dem Auto am Freitag hin und am Samstag wieder zurück gefahren, und obwohl wir viel Zeit im Auto verbracht haben, hat es sich absolut gelohnt. Mal abgesehen davon, dass Paris natürlich immer eine Reise wert ist und es supernett ist, sich immer wieder ein neues Viertel herauszusuchen, in dem man dann ein bisschen Zeit verbringen kann, ist dieser eingepackte Arc de Triomphe schon etwas ganz Besonderes, den wir im strahlenden Sonnenschein total genossen haben.

Um auf den großzügig abgesperrten Platz zu gelangen, brauchst Du außer einem gültigem Covid-Impfzertifikat oder einem aktuellen negativen Test nichts weiter. Du kannst auf dem Platz so viel Zeit verbringen, wie Du möchtest und den Bogen aus allen Winkeln fotografieren. Die zahlreichen Volunteers, erkennbar an ihren blauen Westen, erzählen bereitwillig und spannend von der Entstehung des Projekts und verteilen außerdem auf Nachfrage auch kleine Stoffquadrate, so dass Du das Kunstobjekt ein kleines bisschen  mit nach Hause nehmen kannst.

Wer den wunderbaren Blick auf Paris genießen möchte und dem schillernden Stoff ganz nahe sein will, der kann über die Website der nationalen Monumente Frankreichs auch die Begehung des Arc de Triomphes buchen. Wir haben eben geschaut: es sind für das kommende Wochenende noch Tickets verfügbar – es steht Deiner spontanen Reise also nichts im Wege!

Bleibt uns noch, das Hotel zu empfehlen, das uns wirklich gut gefallen hat. Wir haben dieses Mal im 16. Arondissement gewohnt, ganz nahe der Rue de Passy – einer süßen Einkaufsstraße, mit einer Markthalle und kleinen Nebenstraßen mit Pâtisserien und Lebensmittelgeschäften vom feinsten. Das Hotel wurde anscheinend vor kurzem renoviert, hatte individuell gestaltete Zimmer, sehr gute Betten und kleine aber wirklich gute Bäder. Die Zimmer kosten ab ca 130 €/ Nacht

Villa Nicolo
3, rue Nicolo
75016 Paris
www.villanicolo.com

 

Munich Mini Market: 11 neue Brands im Pop-Up Store

Am Freitag, 10. September und Samstag, 11. September 2021 darf München sich auf ein ganz besonderes Shopping-Event freuen.
Das Kreativbüro studio C_ unter der Leitung von Mode-Expertin Jana Gutsche hat für den ersten Munich Mini Market aus vielen Bewerbungen 11 lokale Gründer:innen ausgewählt. Diese stellen nun  im Rahmen eines zweitägigen Pop-Up ihre  neuen Marken und Startup-Ideen vor.

Die Auswahl kann sich sehen lassen: von Clean Beauty über Circular Fashion, handgestrickten Accessoires, starken Statement Shirts und Pottery bis hin zu einer funky Schmuck Auswahl ist einfach alles dabei!

Unterstützt wird dieses liebevoll kuratierte Projekt von H&M, die sich bekanntlich immer wieder den regionalen Märkten zuwenden wie zuletzt mit dem Starting House in Berlin. Der Munich Mini Market profitiert auch von der Location, denn er findet auf der  Rooftop Fläche direkt am Marienplatz statt, die sonst als Presse Showroom dient und der Öffentlichkeit nicht zugänglich ist.

Neben einer schönen Veranstaltung profitierst Du also auch von einem ganz neuen Blick über München. Im Munich Mini Market werden die Produkte und Konzepte der Gründer:innen präsentiert und auch direkt verkauft. Dazu gibt es die Gelegenheit zum Austausch und Networking – denn wie wir alle wissen ist des einen Freund  vielleicht des anderen Businesspartner.

Die Aktion läuft unter den aktuellen Coronabedingungen als “Veranstaltung des Einzelhandel” – das bedeutet, es gibt keine Anmeldung und Begrenzung, es gilt jedoch die Maskenpflicht.

24 Stunden in Paris: Schlemmen, Shoppen, Schlafen

Paris ist immer eine gute Idee, auch wenn es nur 24 Stunden waren, die wir gerade dort verbracht haben.  Wie schon im letzten Jahr ist die Stadt an der Seine auch in diesem Sommer  noch nicht so gut von Touristen besucht wie früher.
Vielleicht liegt es auch daran, dass in den vergangenen Monaten viele Hotels und Restaurants die erzwungene Pause genutzt haben, um ihre Zimmer zu renovieren oder mit neuen Konzepten aufzuwarten. Ein besonders schönes Beispiel für diese Entwicklung haben wir ganz in der Nähe des Jardin du Luxembourg entdeckt.

In der ruhigen Rue de Madame hat am 1. Juni 2021 das Biohotel “Bonsoir Madame” neu eröffnet.  Auf jeder Etage des Gebäudes aus dem 19. Jahrhundert befinden sich zwei bis drei Zimmer. Diese sind französisch klein zwischen 12 bis 20 Quadratmetern und teils mit kleinen Terrassen ausgestattet. Bei der Einrichtung der Räume, die alle unterschiedlich und vom nahegelegen Park inspiriert sind,  wurde auf die richtigen Dinge Wert gelegt: Holzböden, gute Betten, und tolle Badezimmer. In dem kleinen hauseigenen Spa kann man sich im Hamman oder in der Sauna entspannen, das Frühstück wird in einem luftig anmutigen Raum serviert und besteht ausschließlich aus Bio-Zutaten.

Bummel durch die Luxus-Kaufhäuser

Neben dem Jardin de Luxembourg, der fußläufig in 3 Minuten zu erreichen ist, gelangst Du auch schnell in die Galerien des 6. oder in die tollen Boutiquen des 7. Arondissement. Hier sollte man unbedingt den Hermès Store auf der Rue de Sèvres ansehen, alleine die Architektur ist eine Inspiration, und die Produkte wirken noch einmal ganz anders in dieser Umgebung.
Im  Bon Marché haben wir die Düfte von Obvious, der nachhaltigen Parfum-Marke, von der wir schon letztes Jahr berichtet haben, endlich live und in Farbe gesehen und gerochen: sie sind wirklich gut, mein persönlicher  Favourit ist “Un Poivre” , ein pfeffriger Duft mit floralem Abgang.
Wir wären nicht Spezialisten für Premium- und Luxusbrands, hätten wir  unseren Aufenthalt nicht genutzt, um das neue Luxuskaufhaus La Samaritaine zu besuchen.
Es wurde nach 15-jähriger Renovierung vor wenigen Wochen eröffnet und gibt einen interessanten Ausblick, wohin sich der stationäre Handel in Zukunft entwickeln wird. Seit Ende des 19. Jahrhunderts war es eines der größten Kaufhäuser Frankreichs, und an der liebevoll restaurierten Mosaik-Fassade kann man nun wieder lesen, was es damals neben Arbeitskleidung auch Reit- und Jagdzubehör noch so zu kaufen gab. Entsprechend dem Eigentümer (genau wie Le Bon Marché  gehört La Samaritaine dem Luxuskonzern LVMH) finden sich in dem 5-stöckigen architektonisch einmaligen Gebäude eigene Boutiquen der LVMH-Marken Rimowa, Louis Vuitton, Celine, Dior oder Guerlain – aber es gibt auch viele Bereiche, die den Nischenmarken gewidmet sind. In der Boutique de Lou Lou im Erdgeschoß wechselt das Thema alle paar Monate, zur Zeit geht es dort um Portugal. Da darf im Bereich ein Beauty z.B ein Claus Porto nicht fehlen. Besonders beeindruckt waren wir von dem Clean Beauty Department. Hier findest Du auf gut 300 Quadratmetern alles, was in der Naturkosmetik Rang und Namen hat.

Schlemmen vom Feinsten

In Paris steht immer der Besuch einer Brasserie auf dem Plan, ich liebe nämlich ein gutes Plateau de Fruits de Mer. Dieses Mal war ich jedoch vor eine Herausforderung gestellt. Einige der traditionellen Brasserien befinden sich derzeit im Umbau,  weshalb ich eine neue Adresse finden musste. Gegenüber der Börse wurde ich der Brasserie Vaudeville fündig – sie ist sehr hübsch, mit zuvorkommendem Service und herorragenden Meeresfrüchten. Wer es romantisch mag, dem sei in Nähe des Seine-Ufers an dieser Stelle das Restaurant Chez Julien empfohlen. Hier speist man im Schatten eines alten Klostergartens entweder luftig auf der Terasse oder in dem plüschigen Innenraum.

Madame Miammiam im Belgischen Viertel: die schönsten Kuchen

Nein, Madame Miammiam ist kein ganz neues Café in Köln, sie ist viel mehr ein alter Hase, die ihren Shop schon seit 2008 in der Antwerpener Straße im Belgischen Viertel hat.
Doch gerade in diesen Zeiten, in denen es so wenig Schönes gibt, lohnt sich ein Stop in dem Laden, der Dich schwupps in eine andere Welt entführt. Wie wäre es mit einem kleinen Frühlingsgruß in Form eines Rotkehlchens, liebevoll auf einem Kirschblütenbett auf einen Keks aufgemalt oder mit einem köstlichen Petit Four mit Liebesperlen?
Wer nicht so auf Deko sondern eher auf etwas Handfestes steht, der sollte sich  ein Stück Torte gönnen. Ob mit Himbeercreme-Vanilleböden, mit Salted-Caramel Cream Cheese Füllung als veritable Schokoladen-Bombe oder als klassischer Apfel-Quark-Streusel: die Kunstwerke von Madame Miammiam alias Anne Schulte lassen Dich alle Sorgen vergessen und schmecken wie eine Auszeit vom Homeoffice-Alltag.

       

Auch im normalen Leben gibt es in dem hübschen kleinen Laden keine Tische dafür aber einen hervorragenden Coffee to Go. Sämtliche Kunstwerke können aus ganz Deutschland bestellt werden, das Madame Miammian Team hat sich nämlich weit über Kölns Grenzen hinaus einen Namen für seine einzigartigen Tortenkreationen gemacht. Diese gibt es mittlerweile auch in ganz kleinen Größen – sozusagen Corona-konform für nur einen Haushalt (+1) dafür aber so schön wie eh und je.

Wenn am Wochenende die Shopping-Tour also mal wieder ausfällt, erwartet Dich dieser kleine Store mit offenen Armen.

Goldstück Sportgruppe: wir gehen in Verlängerung

Anfang Januar luden wir Euch ein, dem Lockdown-Blues mit Bewegung entgegenzuwirken. Dafür gründeten wir eine virtuelle Sportgruppe, in der jede ihr sportliches Ziel für den Monat kommunizierte und sich aus der Gruppe Motivation holen sollte, den inneren Schweinhund zu überwinden. Innerhalb kurzer Zeit waren in unserer WhatsApp-Gruppe 26 Frauen zwischen 28 und 56 Jahren, die sportelten, was das Zeug hielt. Ob Barré-Tanz, Skitouren in Nordrhein-Westfalen (immer die lokalen Inzidenz-Werte im Blick), 10.000 Schritte am Tag (an jedem Tag!), 400 Liegestütze, Yoga-Challenges, Burpees oder unzählige Lauf-Kilometer: wir alle haben unsere Ziele erreicht und teilweise weit übertroffen. Die Stimmung in der Gruppe war einfach wunderbar motivierend und lockte manche auch nach einem blöden Arbeitstag mit Homeschooling und Arbeit noch zu einem Lauf durch den nahen Wald oder Park – und siehe da, oft war die Laune danach besser. Hätte man mir gesagt, dass ich in einem trüben Kölner Januar mal 80 Kilometer laufen würde, ich hätte demjenigen noch zu Monatsanfang einen Vogel gezeigt: da hatte ich mir 35km vorgenommen.

Auch an Inspirationen hat es uns nicht gefehlt, sei es die Antwort auf den schönsten Rodelhang im Siegerland, die beste Yoga-App, das ideale Licht zum Laufen im Dunkeln oder eine gute Playlist für einen Lauf im strömenden Regen: alles wurde schwesterlich geteilt.

Und weil es so schön war, und weil sich ja leider an der allgemeinen Lockdown-Situation noch nicht so viel geändert hat, machen wir einfach weiter. Am 1. Februar geht die Goldstück-Sportgruppe in die nächste Runde, und wer noch teilnehmen möchte, der ist herzlich eingeladen. Die Regeln sind die gleichen: Du setzt Dir ein sportliches Ziel, das Du bis Ende Februar erreichen willst (das kann wirklich alles sein, Hauptsache Dir tut es gut) und teilst es in der Gruppe mit – wir von Goldstück spenden für alles, was erreicht wurde, je 10 Euro an eine Wohltätigkeitsorganisation. Wer Interesse hat, schickt eine Email an andrea.steiner@goldstueck.com und wird in die Gruppe aufgenommen.
Wir freuen uns auf Dich!

Geschichten, die Mädchen stark machen

Eine Fechterin, die als Jugendliche wegen einer fürchterlichen Meningitis beide Arme und Beine verliert und bei den Paralympics in Rio nur 5 Jahre später die Goldmedaille gewinnt, eine Waise, die zur wichtigsten Mode-Designerin des 20. Jahrhundert avanciert, eine junge Tschechin, die nach einer Flucht vor den Nazis zunächst in London und später in den USA aufwächst, um dort die erste weibliche Außenministerin zu werden – dies sind nur drei Beispiele aus den “Good Night Stories for Rebel Girls”, den Gutenachtgeschichten für mutige Mädchen.

Die Serie wurde 2017 von zwei italienischen Autorinnen ins Leben gerufen, und avancierte bei uns zu Hause vom ersten Tag zu den absoluten Lieblingsbüchern meiner Töchter (*2008 und *2010)  – Elena Favilli und Francesca Cavallo wollten Geschichten für Mädchen erzählen, in denen sich Erfolg nicht durch Feenstaub, das Auftauchen des Traumprinzen oder überirdische Schönheit einstellt sondern dadurch, dass Frauen ihr eigenes Schicksal in die Hand nehmen. Auf je einer Seite beschreiben sie in jedem Buch 100 Biographien von außergewöhnlichen Frauen, die ins All und über den Atlantik geflogen sind, die mutige Vorreiter waren, neugierige Entdeckerinnen, kluge Forscherinnen und kreative Genies. Sie erzählen von Herrscherinnen, die unter widrigsten Umständen ihre Länder regierten, Aktivistinnen, die gegen Ungerechtigkeit protestierten, Wissenschaftlerinnen, die unbekannte Pflanzen und gefährliche Tiere erforschten. Illustriert ist jede Geschichte von einer von 60 Künstlerinnen aus aller Welt.
Die Kurzbiographien eignen sich zum Vorlesen genau wie zum Selbstlesen und inspirieren Mädchen ab ca. 9 Jahren, ihr eigenes Schicksal in die Hand zu nehmen und an ihre Träume zu glauben. Bei meinen Kindern und  im Freundeskreis erfreuen sich die Rebel Stories größter Beliebtheit – ich habe festgestellt, dass sie sich wirklich mit den Geschichten beschäftigen und dass sie in ihnen nachklingen. Als wir den Goldstück-Shop launchten, schlug meine 12-jährige Tochter mir vor, die Bücher in unser Sortiment aufzunehmen – wie sie sagte “um zu zeigen, wer Ihr seid und wofür Ihr steht.”

Auch die Geschichte der Rebel Girls-Serie ist eine Erfolgsstory: sie wurde in 47 Sprachen übersetzt, alleine in Deutschland etwa 300.000 mal verkauft und umfasst mittlerweile drei Bände. In der Türkei übrigens wurden die Rebel Girls als jugendgefährdende Schrift eingestuft und dürfen nur an Erwachsene verkauft werden – hier war man der Meinung, dass es sich um gefährliches Gedankengut handele. Ein Grund mehr, die Gutenachtgeschichten auf wirklich jeden Nachttisch von Mädchen zu legen – Gleichberechtigung und Empowerment können nicht groß genug geschrieben werden.

Januar Sport Challenge

Ein frohes neues Jahr wünschen wir Euch! Und weil das Jahr noch so jung und die Vorsätze noch so frisch sind, kommen wir auch gleich mit einem Vorschlag zur Steigerung der allgemeinen Fitness in der Goldstück-Community.

Wegen des aktuellen Lockdown sind bekanntlich die Fitnesscenter, Yogastudios, Schwimmbäder, Kletterhallen und sämtliche andere Indoor-Sportpaläste geschlossen, und so wie es momentan aussieht, wird sich das wahrscheinlich auch nicht so schnell ändern.

Nichtsdestotrotz gibt es ja noch viele Möglichkeiten, trotzdem Sport zu machen: wir können laufen gehen, spazieren gehen mit oder ohne Kinderwagen, Fahrradfahren oder uns zu Hause auf die Yogamatte begeben, mittels Apps unsere Planks machen und so weiter und so fort. Da dies alleine häufig nicht so viel Spaß macht und da es nicht immer leicht fällt, den inneren Schweinehund zu überwinden, haben wir uns etwas überlegt.  Für den Monat Januar haben wir eine virtuelle Sport-Gruppe gegründet. In dieser WhatsApp-Gruppe postet jede Teilnehmerin ihr sportliches Ziel, das sie sich für den Monat Januar gesetzt hat, und wir motivieren uns gegenseitig. In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass dies sehr viel Spaß macht und dass man einfach mehr Sport macht als alleine. Wir haben schon eine sehr nette Gruppe zusammengestellt, haben aber noch Platz, weshalb wir Dich herzlich zur Teilnahme einladen.

Um dem Ganzen auch noch einen guten Zweck zu geben, sponsern wir vom Goldstück jedes erreichte Ziel mit 10 € und spenden den Betrag an eine Charity-Organisation, die sich für Kinder und Frauen einsetzt.

Bis morgen, 3. Januar 2021, kannst Du noch dabei sein – schicke einfach Deinen Namen, Deine Telefonnummer und Dein sportliches Ziel per Email an andrea.steiner@goldstueck.com – alles Weitere ergibt sich dann quasi von selbst. Natürlich zählt auch das, was Du gestern oder heute geleistet hast, schon zu Deiner Januar-Leistung.

Wir freuen uns auf Dich!

Kurztrip: Venedig mit Kindern

Keine Frage: Covid 19 hat uns allen seit Anfang des Jahres viel abverlangt. Homeschooling, die Arbeit unter völlig neuen Bedingungen und viele Sorgen oder gar Trauer um liebe Freunde und Bekannte hatten mich bis zum September enorm gefordert.  Kurzum: als die  Herbstferien vor der Türe standen, war ich komplett urlaubsreif.
Ich brauchte Abstand und hatte das Bedürfnis, etwas anderes zu sehen, mich an Schönem zu erfreuen und irgendwie abzuschalten. In Italien waren die Infektionszahlen zu diesem Zeitpunkt noch niedrig, die Maskenpflicht in allen öffentlichen Räumen erschien uns als eine sinnvolle zusätzliche Sicherheitsmaßnahme – so entschieden wir nach langer Überlegung, in der zweiten Oktoberwoche mit unseren  Töchtern (10 und 11)  nach Venedig zu fahren.

Schönheit tut der Seele gut!

Ich möchte keinesfalls dazu anstiften, derzeit zu reisen – in der momentanen Situation kann man das sowieso nur ganz kurzfristig entscheiden. Sollte es aber die Situation wieder zulassen, dann empfehle ich, Venedig als Reiseziel in Betracht zu ziehen.
Es ist einfach zu schön, und viel Schönheit tut der Seele wahnsinnig gut – vor allem in der jetzigen Zeit.

Über Bergamo und Verona nach Venedig

Wir sind nach Bergamo geflogen und haben dort ein Auto gemietet – in die berühmteste Lagune der  Welt fährt man von Bergamo aus gut zwei Stunden, die sich wunderbar durch einen Zwischenstopp in Verona mit Besuch der berühmten Arena oder des Balkons der Julia (ja, die von Romeo)  unterbrechen lassen. Für mich setze genau dort bei der ersten Kugel Eis das wunderbare Gefühl ein, dass ich von jetzt an an andere Dinge als die Sorgen der letzten Monate denken würde – und so sollte es bleiben.

Piazetta de San Marco fast ohne Besucher

In Venedig fuhren wir von der Stazione de Venezia mit dem Vaporetto, dem offiziellen Wasser-Transport, über den Canale Grande zur Rialto Brücke, was für die Kinder bereits ein sensationelles Erlebnis war.
Venedig wurde ab dem etwa 7. Jahrhundert auf 118 kleinen Inselchen, die durch Wasser voneinander getrennt waren, errichtet. Dazu rammte man unzählige Holzpfähle in den lehmigen Boden der Inseln, füllte den enstehenden Hohlraum mit vorhandenen Lehm- und Steinablagerungen, legte darauf eine Schicht aus Holzbohlen und Backstein und erbaute dann die Häuser, Kirchen und Palazzi, die nun scheinbar aus dem Wasser ragen.

Venedig steht auf unzähligen Pfählen, die in den Lehmboden gerammt wurden

Die Stadt hat etwa 175 Kanäle, die oft verzweigt in den Canale Grande, die Hauptverkehrsader der Stadt, münden. 398 Brücken führen über diese Kanäle, und einige mussten wir von der Rialto-Brücke aus überqueren, um im strömenden Regen zu unserem Hotel zu gelangen – welch ein Abenteuer. Bei unserer Ankunft im Hotel waren wir  so durchnässt, dass wir  nur noch ein bisschen ausruhten, abends eine Trattoria in der Nähe aufsuchten, tolle Lasagne aßen und ziemlich früh im Bett lagen.

Jeder Ausblick  erscheint schöner als der vorherige

Am nächsten Vormittag zeigte sich der Himmel noch ein bisschen diesig und verhangen, als wir auf dem Markusplatz quasi alleine standen. Also entschieden wir uns für einen Besuch des Doms und des Museums und waren fasziniert: der Blick vom Markusdom über die Piazetta San Marco auf den Canale Grande ist einmalig – auch die unzähligen byzantinischen Gold-Mosaiken in der der Basilika habten es uns angetan.

So schön wie im Urlaub

Als wir das Museum verließen, kam endlich auch die Sonne heraus, und so spazierten wir bis zu den Gärten der Biennale und später auf der Rückseite von San Marco wieder zurück. Dabei mussten wir ständig stehen bleiben, um Gondeln, Wassertaxis, Brücken, Kanäle, die kleinen und großen bunten Häuser und Palazzi oder auch einfach das Glitzern der Sonne auf dem Wasser zu bewundern und zu fotografieren.

In diesem gemütlichen Rhythmus verbrachten wir die nächsten beiden Tage- unterbrochen von Eis oder Pizza, Aperitivo im Sonnenuntergang oder Cappucchino auf einer  sonnigen Piazza und hin und wieder einem kleinen Ladenbesuch oder dem Bestaunen einer Kunstinstallation. Die Kinder konnten sich für alles begeistern, gingen ohne Murren durch kleine Gassen und unzählige Brücken, verfolgten interessiert einen Krankentransport über das Wasser und waren höchst angetan von der Kunstausstellung Open Space, die erstmalig von dem European Culture Centre vor den Gärten der Biennale organisiert war. Das Schönste aber war für uns alle die geteilte Freude am gemeinsamen Entdecken dieser einzigartigen Stadt.

Der Blick von der Terrasse der Fondazione dei Tedeschi reicht bei guter Sicht bis zu den Alpen

Sofern man nicht ins Wasser fällt, muss man  in Venedig nicht besonders auf den Verkehr achten: es gibt weder Autos noch Fahrräder, man bewegt sich zu Fuss und hat im Moment viel Platz und Ruhe, um die sich an jeder Ecke darbietende Schönheit einfach zu genießen.
Denkt man, jetzt gerade habe man bestimmt das Schönste gesehen oder den besten Blick gehabt, macht der Kanal eine Biegung, und es ist noch hübscher. In dieser wunderbaren Kulisse wurde die Frage nach der nächsten Eissorte irgendwann wirklich die wichtigste Frage des Augenblicks.

Als wir Dienstagnachmittag wieder aufs Vaporetto stiegen, schien Venedig noch einmal alles zu geben: in strahlendem Sonnenschein unter tiefblauem Himmel leuchten die Palazzi am Canale Grande besonders hell, zogen die Möwen besonders schöne Kreise und seufzte meine Tochter andächtig “Mama, hier will ich hinziehen!”

Anreise

Wir hatten einen Mietwagen und haben diesen auf dem Festland neben der Mestre Stazione in einem Parkhaus geparkt (ca 20€ pro Tag) 
Vom Festland aus sind wir mit dem Zug zur Stazione de Venezia gefahren (1,60 € pro Person) und von dort aus mit dem Vaporetto Nr 2 zur Rialto Brücke (7,50 € pro Person)
Es gibt  auch in der Lagune einen Parkplatz für ca 20€ pro Tag, von dem aus fährt ebenfalls das Vaporetto Nr 2 zur Rialto Brücke

Hotel

Wir haben  kurzfristig gebucht und waren mit dem Hotel total glücklich – das Familienzimmer (zwei Zimmer mit zwei Bädern über einen Gang verbunden) war für uns genau das Richtige –  es ist zu Fuß ca 5 Minuten von der Rialto Brücke entfernt

Splendid Venice
S. Marco Mercerie, 760
30124 Venezia
Familienzimmer im Oktober 2020 ca 280 € pro Nacht, Frühstück 25 € pro Person, für die Kinder war das Frühstück kostenlos

Essen

Venedig hat unzählige Restaurants, und viele sind wirklich gut. Ich denke man sollte am besten nach Gefühl und Geldbeutel entscheiden, worauf man Lust hat. Was wir aber von Herzen empfehlen können ist das Eis – hier ist für uns nach einer Woche Italien klar: das beste machen die Eisdielen von Gelato di Natura 

Anschauen

Der Blick vom Markusdom über die Piazetta San Marco auf den Canale Grande ist einmalig, die byzantinischen Gold-Mosaike im Inneren der Basilika ebensfalls   (Eintritt 5 €)

Das Luxus-Kaufhaus Fondazione dei Tedeschi lässt alle 15 Minuten 40 Besucher auf die Terrasse mit einem herrlichen Blick über die gesamte Stadt  (Eintritt frei, aber man muss vorher online reservieren)

In den frisch rennovierten Giardini della Marinaressa gibt es tolle Installationen zu bewundern – die kostenlose Ausstellung im Freien nennt sich Open Space  (täglich von 10 bis 18 Uhr, bis zum 21. Februar 2021)

Für Kinder total nett ist die skurile Bücherei “Acqua Alta” in San Marco, deren Wände teilweise aus Büchern gebaut sind und die stark an die Winkelgasse von Harry Potter erinnert

Diese Reise wurde komplett von uns bezahlt – die Empfehlungen sind nicht an irgendwelche Vergüngstigungen geknüpft

 

Goldstück für lokale Händler und Gastronomen

Mittlerweile ist wohl bei allen eine gewisse Routine in der neuen Situation aus Home-Office, Home-Schooling, Home-Workout und allem, was man sonst noch zu Hause machen kann, eingetreten. Keine Frage, diese Zeit ist für niemanden einfach – sie fordert uns vieles ab, wovon wir bis letzte Woche nicht mal wussten, dass wir es in uns haben.
Lasst uns trotz neuer Routine bitte nicht vergessen, wen es in der aktuellen Krise ganz besonders hart trifft: die kleinen Läden und die Gastronomen. Die möchten wir mit unserer #GoldstueckLovesYou-Aktion unterstützen, indem wir neben unseren Goldstück-Artikeln im E-Magazin vor allem unsere Reichweite in den Sozialen Medien nutzen, um sie zu promoten.

Das Tolle ist: Ihr könnt alle mitmachen –  wenn Dein Lieblingladen etwas macht, wovon ganz viele wissen sollen, dann markiere bei Instagram in Deinem Post oder in Deiner Story unser Account @goldstueckcom, und wir wiederum teilen es auf unseren Kanälen. Dabei halten wir uns nicht an unsere üblichen Goldstück-Städte Berlin, Hamburg, Köln und München sondern weiten unsere Aktion auf das ganze Land, Österreich und die Schweiz aus.
Wir freuen uns auf Eure Beiträge und sind gespannt auf viele tolle Läden, die wir vielleicht noch nicht kennen!

Goldstück in Covid 19-Zeiten

Letzte Woche noch sorgten wir uns um die Einzelhändler, heute können wir uns um all die stationären Einrichtungen sorgen, die wir Euch in den letzten 12 Jahren beim Goldstück vorgestellt haben – denn alles, was der öffentlichen Freizeitgestaltung dient, ist nun geschlossen.
Besondere Zeiten bedürfen besonderer Maßnahmen, und darum haben wir heute im Goldstück-Team ein radikales “Back to the roots” entschieden. So wie im Oktober 2007, als wir unser Goldstück starteten, gibt es von nun an auf unbestimmte Zeit werktags einen Newsletter mit je einem Goldstück. In den letzten Jahren hatten wir Angst, Euch zuzuspammen mit zu vielen Emails und waren bemüht, die Informationen für die Woche in den einen Donnerstags-Newsletter zu packen. Nun glauben wir, dass es eigentlich sehr schön ist, jeden Tag einen Vorschlag zu bekommen, wie man diese Zeit der sozialen Isolation auch anders nutzen kann als mit Binge-Watching.
Wir haben bereits die tollsten Dinge für Euch zusammengestellt und können versprechen: hier wird es nicht langweilig.

Wie immer ist es unser erklärtes Ziel, den inhabergeführten Unternehmen (ob Geschäfte, Restaurants, Herstellern von schönen Produkten, Kinos, Verlagen und all den anderen, die unser Leben täglich so viel schöner machen) die Stange zu halten. Was Du hier also nicht findest, sind Affiliate Links zu Amazon oder den großen Konzernen, sondern schöne kleine Ideen, die Dir die Zeit der Stille hoffentlich nachhaltig versüßen werden.

Bleibt gesund, wir lieben Euch!

Eure Goldstücke

Nachbarschaft in Zeiten von Corona

Heute treten wir mit einer persönlichen Nachricht an Euch heran, die uns ganz besonders am Herzen liegt. Überall, wo wir in diesen Tagen hingehen – zum Bäcker, zur Bank, zum Friseur – gibt es nur ein Thema: Covid 19.
Unabhängig von der Gesundheit eines jeden, ist jetzt schon klar, dass die Wirtschaft allerorts einen enormen Schaden aus der Pandemie tragen wird. Kulturstätten müssen schließen, Events werden abgesagt und in Italien sind jetzt auch Geschäfte und Restaurants geschlossen. Was wir von Freunden, Kollegen und Geschäftspartnern international hören ist ganz schön erschreckend. Vor allem kleine, inhabergeführte Geschäfte und unabhängige Marken, die wir beim Goldstück so lieben, spüren bereits jetzt das Ausmaß von Grenzschließungen, Zuliefererproblemen und dem Rückgang der Kaufkraft ihrer Kunden – auch hier in Deutschland.

Die großen Luxus-Marken, die fast alle zu den drei Mega-Playern gehören, riesige Ketten und namhafte Kaufhäuser können sich mittelfristig auf ein Backup verlassen, nicht zuletzt auch auf ein finanzielles Fangnetz seitens der Regierungen. Bei der kleinen Boutique um die Ecke ist aber, vermutlich mehr als bei den Großen, die eigene Existenz bedroht. Hier machen das Kleid oder die Handcreme, die in diesen Wochen vielleicht weniger gekauft werden, bereits eine Menge aus.

Darum appellieren wir heute an Euch: helft Euren älteren Nachbarn, indem Ihr sie bei Besorgungen unterstützt, und wenn Ihr konsumiert, konsumiert doch einfach lokal. Holt das Brot bei dem einen echten Bäcker, den es sicher auch in Eurer Gegend noch gibt, kauft Geschenke oder Kleidung in den lokalen Geschäften, gönnt Euch ein Eis in der Eisdiele ums Eck und vergesst auch die tollen asiatischen Restaurants, in denen Ihr immer so gerne gegessen habt, nicht.

Lasst uns regional bleiben und die Existenzen der Nachbarschaft langfristig schützen – ganz im Sinne von “Shop local, think global”
Und ganz wichtig: bleibt gesund!

Lala und Champagner bei Simon & Renoldi

Am kommenden Samstag laden Olivia Zirkel und Leonie Stockmann herzlich zu einem besonderen Event in unseren liebsten Fashion-Store ein. Bei Simon & Renoldi lässt es sich an diesem Tag schon einmal wunderbar auf die Weihnachtszeit einstimmen – es warten die Holiday Collection von Lala Berlin mit einer kleinen Überraschung beim Kauf eines Teils sowie viele wunderschöne Stücke aus anderen Kollektionen von Joseph, Paul and Joe Sister oder dem coolen Cashmere Label Not Shy, die das Winter-Outfit perfekt machen.

Eine Champagner Verkostung rundet die Veranstaltung ab. Voilà Champagner Gründerin Narges Ellrich kann Dir vor Ort genau erklären, zu welchem Menü welche Sorte am besten passt – so bist Du für die Feiertage bestens gerüstet, und das schon im November! Wenn das nicht der Wahnsinn ist, dann wissen wir auch nicht weiter 🙂

 

Classicon Sonderverkauf in Riem

Ein paar Dinge gehören in München einfach fest in die Jahresplanung – die Rede ist nicht von der Wiesn und nein auch nicht von der Auktion der Studenten in der Akademie der Bildenen Künste sondern von dem alljährlichen Classicon Sonderverkauf.

Wie jedes Jahr gibt es auch am kommenden Wochenende die Möglichkeit, die einzigartigen Designs von Sebastian Herkner, Eileen Gray, Victoria Wilmotte zu stark vergüngstigten Preisen (es locken bis zu 70% Rabatt auf  ausgewählte Einzelteile) zu erstehen. Ob als Geschenk für andere oder für sich selbst – bei Classicon gibt es nicht nur Möbel sondern auch tolle Lampen und zeitlose Wohnaccessoires wie die legendäre Nymphenburg Garderobe.

Kleiner Tipp für Fans des ikonischen “Bell Table” – bei dem Sonderverkauf stehen Farben zur Auswahl, die es auf dem Markt gar nicht gibt – bei unserer Recherche sind wir auf ein sensationelles Yves Klein Blau und ausgefallene Rottöne gestossen. Ein kleiner Ausflug nach München Riem lohnt sich also in den nächsten Tagen ganz bestimmt.

Buchtipp: “Die Liebe im Ernstfall” von Daniela Krien

Was geschieht, wenn die Liebe wirklich das ganze Leben verändert – wenn man sich nur mit dem einen Mann Kinder vorstellen kann, dieser sich aber in eine andere verliebt, für die Kinder hingegen gar nicht so wichtig sind? Wenn sie diese zwar bekommt, mit der neuen Situation als Mutter aber gar nicht gut leben kann. Wie entwickelt sich eine Beziehung, die immer soweit okay war, wenn ein geliebtes Kind stirbt? Kann die Ehe dann trotz aller Differenzen noch fortbestehen? Was, wenn der Mann, den man einer anderen “abgeluchst” hat, sich nachdem man ihm zwei Kinder geboren hat, einer anderen zuwendet, man sich selbst aber immer noch nicht von ihm losreißen kann?

“Die Liebe im Ernstfall” erzählt die  Geschichten von Paula, Judith, Brida, Jorinde und Malaika – alle fünf sind irgendwie miteinander verwoben, sei es durch Verwandtschaft oder Freundschaft oder auch nur über den gemeinsamen Mann, der ihnen das Leben erst leicht und dann schwer gemacht hat. Alle leben in Leipzig und sind in der Mitte ihres Lebens. Sozialisiert in der ehemaligen DDR haben sie ihre ersten eigenen Schritte in der neuen Bundesrepublik gemacht, was sie wiederum von ihren Müttern unterscheidet.

Der Roman von Daniela Krien hinterfragt die klassischen Beziehungsmodelle, zeigt alternative Lebensformen auf und macht sehr nachdenklich – Männer kommen eigentlich erst dann gut weg, wenn sie durch Brüche in ihrem Leben eine gewisse Reife erreicht haben. Aber auch die Entscheidungen, die die Frauen treffen, manchmal bewusst, manches Mal auch ganz aus dem Bauch heraus, sind selten ohne Einfluss auf das Leben der anderen.  Selten war der Satz “Liebe ist eine Tat” so treffend!
Eine tolle Lektüre für ein gemütliches Wochenende!

Restaurant Großherz in der Metzer Straße

Ist Dir der Begriff “Onsenei” geläufig? Mir war er es nicht – bis ich vor einigen Wochen das Restaurant “Großherz” in Prenzlauer Berg betrat.
Dort dreht sich nämlich einiges um diese Spezialität, die daraus besteht, ein Hühnerei in einem exakt 64,5 Grad warmen Wasserbad so lange zu garen, dass es eine perfekte Konsistenz hat – die ist außen recht dicht und innen wunderbar cremig, gerade nicht flüssig, irgendwie weich.
Ein Traum, vor allem auf einem Selleriesalat mit Äpfeln und gebrannter Walnuss!

Aber auch der Berliner Pfannkuchen gefüllt mit Leberparfait auf fermentierten Heidelbeeren oder Maiskolben vom Holzkohlegrill mit Ziegenkäse haben uns sehr gefallen. Gegrillt wird im Großherz gerne und vor allem auf Holzkohle, was meiner mit Essigsud glasierten Wachtel ein ganz hervorragendes Aroma verlieh.
Auch die Käseplatte, die wir uns statt Nachtisch teilten, gefiel uns sehr.

Nachdem die Macher von “Gipsy Catering” und dem “Coffeeroom” in der Saarbrücker Straße Arthur Goder, Anne und Victor Brendler sowie Michel Gehring, mit den beiden genannten Projekten seit 2014 sehr gut gefahren waren, eröffneten sie im Januar 2019 das Restaurant Großherz.
Hier kannst Du den ganzen Tag lang glücklich werden – von einer Frühstückskarte, die mit Porridge und Bircher Müsli, Brioche mit hausgebeitztem Lachs und Onsenei (da ist es wieder!), armen Rittern oder warmen Bananenbrot keine Wünsche offen lässt, geht es weiter zum Mittagstisch. Der besticht mit Salaten, Suppen und kleinen Fleischgerichten und wird später von der  Abendkarte abgelöst, die für jeden Hunger etwas zu bieten hat.

Dazu gibt es eine gute Auswahl von offenen Weinen und Flaschenweinen, darunter sind viele ökologisch ausgebaut, und als wir nach Obstbrand und Gin Tonic fragten, wurde uns auch hier fachmännisch weitergeholfen. Womit wir bei dem wahnsinnig netten Service und dem wunderschönen Ambiente mit langen Holztischen, Wirtshausstühlen und einer großen Theke wären.
Auch hier stimmt einfach alles, und dass es im Sommer auch draussen Plätze gibt, das macht das “Großherz” einfach zu einer wirklichen Errungenschaft in der Gastroszene in Mitte / Prenzlauer Berg!